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Kunst und Wissenschaft - ein Widerspruch seit der Antike?

Kunst und Wissenschaft in der Antike

Kunst und Wissenschaft, zwei Tätigkeiten, die sehr unterschiedlich sind, aber die Gemeinsamkeit haben, ein vom Menschen gefertigtes oder erdachtes Ergebnis darzustellen. Doch schon seit der Antike scheiden sich die Geister, ob und wie beide miteinander vereinbar sind. Entsprechend gingen auch schon die Einschätzungen antiker Philosophen auseinander.

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Kunst und Wissenschaft - ein Widerspruch seit der Antike?

Philosophie der Antike

Die Philosophie der Antike lässt sich in mehrere größere Abschnitte unterteilen, beginnend mit den Vorsokratikern, Griechische Klassik, Hellenistische Philosophie, Römische Philosophie und der Spätantike. 
Ohne Zweifel war die Zeit der Griechischen Klassik mit den Philosophen Sokrates, dessen Schüler Platon und dem Schüler von Platon, Aristoteles eine der bedeutendsten Phasen der antiken Philosophie.
Deutlich geringeren Einfluss hatten die Philosophen der römischen Antike. Diese waren vor allem bemüht, die naturwissenschaftlichen Leistungen zu erhalten, insbesondere die von Aristoteles. Darüber hinaus gelang es ihnen nicht, einen größeren Beitrag zur Philosophie zu leisten. 

Kunst in der Antike

Vornehmlich setzte sich die Kunst in der Antike aus dem Ergebnis von handwerklichen Fertigkeiten zusammen. Architektur wie Tempelbau, Grabstätten, Basilisken und Fresken gehörten dazu. Menschen mit den entsprechenden Fertigkeiten hatten konnten diese Werke herstellen. Diese wurden jedoch nicht als Künstler, sondern als Handwerker bezeichnet. Tatsächlich entsprachen diese Ergebnisse dem damaligen Kunstverständnis und dienten in erster Linie dem Gemeinwohl. Geprägt waren die Werke von den dominierenden Religionen der Antike. Als Folge war Kunst, die genau genommen als Handwerk zu bezeichnen ist, von der Gesellschaft anerkannt.

Naturforscher glauben öfter durch Trennen und Sondern als durch Vereinigen und Verknüpfen, mehr durch Töten als durch Beleben sich zu unterrichten. (Goethe)

Die Künste und Wissenschaft

Was in der Antike als Kunst bezeichnet wurde, das waren Grammatik, Dialektik, Rhetorik, Geometrie, Arithmetik, Astronomie und Musik. Die zentralen Fragen in den klassischen Wissenschaften waren allerdings jene, die sich mit dem Erkenntnisgewinn auseinandersetzen. Dieser Erkenntnisgewinn bezieht sich hauptsächlich darauf, was eigentlich unter "Wirklichkeit" zu verstehen ist. Platon fragte unter anderem nach dem "Seienden", welches für ihn die Basis des Wissens darstellt. Ob Kunst und Wissenschaft einen Widerspruch darstellen, ist in erster Linie von dem Philosophen abhängig, der dieses Verhältnis bewertet. Eine allgemeingültige Antwort ist daher, wie so häufig in der Philosophie, nicht gegeben.

Das Verhältnis von beiden Strömungen

Besonders Aristoteles und Platon haben einige Aussagen getätigt, die für das Verhältnis von Kunst und Wissenschaft wichtig waren. Platon übte immer wieder Kritik an der Kunst, obwohl er selbst künstlerisch-literarisch tätig war. Seine Kritik richtete sich allerdings nicht an die Architektur, da ja Handwerker Dinge hervorbringen und nicht bloß nachahmen. Architektonische Leistungen sind besonders wertvoll, da sie sich mit Geometrie und Maßverhältnissen auseinander setzen, in denen sich die Ordnung der Welt widerspiegelt. Diese Ästhetik solle im Menschen den Erkenntnistrieb wecken.

An dem Aspekt der Nachahmung setzt seine Kunstkritik an: Kunst bildet nicht das Seiende ab, sondern lediglich das Abbild von Erscheinungen. 
Aristoteles, der ja ein Schüler Platons war, interpretierte die Rolle der Kunst für die Wissenschaft positiver. Das liegt vor allem daran, dass für ihn keine Welt der Nachahmung existiert. Für ihn ist Kunst vor allem dazu da, die Wirklich abzubilden. Damit bekommte der Betrachter die Möglichkeit, seine eigene Wirklichkeit zu erkennen. Nach seinem Verständnis also steht die Kunst in einem positiven Verhältnis zur Wissenschaft, da sie in der Lage sein kann, dessen Erkenntnisse darzustellen und für den Menschen zugänglich zu machen.

Die sieben Künste des Antike

Über mehr als ein Jahrtausend hinweg spielten die sieben Künste eine grundlegende Rolle in Kultur und Gelehrsamkeit.

  • Grammatik
  • Rhetorike
  • Dialektik
  • GArithmetik
  • Geometrie
  • Musik
  • Astronomie

Artikel von Martin Ueverbeck

FKünster Martin Ueverbeck sind Kunst und Naturwissenschaft Ausdruck des einen grundlegend menschichen Impulses, die Welt zu begreifen.

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